Stoff als Luxusgut – Die Seide

Es hat sich seit dem Beginn der Geschichte der Menschheit nicht viel geändert. Immer schon hat es besonders edle Güter gegeben, die sich besonders wohlhabende Menschen angeschafft haben, um einerseits ihren Wohlstand auszudrücken und sich damit auch optisch von den weniger vornehmen Menschen abzugrenzen.

Was auf den ersten Blick als Ausdruck von Arroganz und Überheblichkeit gedeutet werden kann, was verständlicher Weise auch nicht zu Unrecht geschieht, so haben diese Luxusgüter auch ihre enormen Vorteile. Sie verhelfen nämlich den Produzenten oftmals zu großem Reichtum. Diese Luxusgüter gibt es in beinahe allen erdenklichen Formen. Diese gehen von Gebrauchsgütern wie beispielsweise Lebensmittel bis hin zu Schmuck. Gerade Schmuck kennt viele Gestalten und Formen. Hierbei gibt es klassische Erscheinungsformen wie beispielsweise Ohrringe oder Amulette, als auch weitere wie besonders edle Kleidung. Gerade besonders elegante und edle Kleidung hat schon immer eine Faszination auf den Menschen ausgeübt.

Diese Vorliebe ging teilweise sogar so weit, dass ganze Industrien eingerichtet wurden, um die Nachfrage abzudecken. Ein konkretes Beispiel hierfür, welches auch gleichzeitig eines der ältesten ist, stellt die Seidenproduktion dar. Seide galt seit jeher und gilt bis heute noch als einer der edelsten Stoffe, in die man sich kleiden kann. Die Ursprünge der Seidenproduktion gehen, Überlieferungen zu Folge, ungefähr bis in das Jahr 2800 vor Christus zurück. Das Ursprungsland der Seidenproduktion ist China.

Seide

Doch wie funktionierte die Seidenproduktion, beziehungsweise aus was wird sie überhaupt gewonnen? Grundsätzlich stammt die Seide von dem Echten Seidenspinner, einer Schmetterlingsart. Dieser produziert die Seide bei der Metamorphose von der Raupe zum Schmetterling. Hierbei bildet die Raupe im Endstadium ihrer Wachstumsphase einen Kokon um ihren Körper, dessen Mittelschicht die begehrte Seide beinhaltet. Doch damit es erst so weit kommt, brauchen die Insekten natürlich dementsprechend Nahrung. Hierbei bietet sich der so genannte Maulbeerbaum an. In einer Seidenproduktionsstätte werden also Maulbeerkulturen angepflanzt und hochgezogen. Diese können dann im großen Stil die Seidenspinnerraupen verköstigen.

Hat die Raupe genug Energie durch Fressen der Maulbeerblätter gesammelt und ist alt genug, beginnt sie augenblicklich mit der Verpuppung. Sobald der Kokon um die Raupe herum fertig gestellt ist, kann er abgeerntet werden. Anschließend muss die Puppe abgetötet werden, sodass lediglich der Kokon übrig bleibt. Dieser Kokon wird dann zusammen mit den anderen abgeernteten Kokons verarbeitet und zu Seidensträngen weiterverarbeitet. Diese Seidenstränge wiederum sind die Grundlage für den gewobenen Seidenstoff, mit dem sich die Menschen nur allzu gerne kleiden. Durch ihren besonderen Aufbau fühlt sich die Seide auf der Haut sehr glatt und geschmeidig an und ist dementsprechend äußerst beliebt in Form von diversen Kleidungsstücken. Selbstverständlich können Sie heute auch im Internet hochwertigen Stoff kaufen.

Die Seidenproduktion hat China in der Vergangenheit, und auch heute noch, zu großem Wohlstand verholfen. Sie ist eine der wichtigsten Industriezweige dort und hilft dieser Nation, in Zeiten des globalen Konkurrenzkampfes in der Wirtschaft wettbewerbsfähig zu bleiben. Denn Seide aus China, dem Ursprungsland der Seidenproduktion, hat natürlich dementsprechend eine enorme Prestigeträchtigkeit und ist einmal mehr Beweis dafür, dass Stoff alles andere als ein gewöhnliches, unbedeutendes Produkt für die Wirtschaft ist.